Digitalisierung und Optimierung der Praxisabläufe

Bild ePA

 

Sehr geehrte Patient:innen,

wie Sie mittlerweile wissen, sind Digitalisierung und möglichst papierfreie Praxisabläufe meine Lieblingsthemen.

Da sich unsere Praxissoftware zum Glück ständig weiterentwickelt, nutze ich viele Gelegenheiten, auch auf noch nicht ganz fertige Beta-Züge aufzuspringen – allerdings nur in Bereichen, in denen Sie als Patient:innen davon unmittelbar nichts merken.

Zum Beispiel analysiert eine DSGVO-konforme, integrierte KI-Anbindung seit einigen Monaten sehr zielsicher unseren Schriftwechsel und kondensiert Arztbriefe auf die Kernaussagen. Das hilft erheblich, in der immer größer werdenden Datenflut den Überblick zu behalten. Die gleiche KI unterstützt uns auch beim Erstellen von Krankheitsberichten für Versicherungen und Ämter – oft sogar präziser, als wir Ärzt:innen das im hektischen Alltag aus dem Stand hinbekommen würden. Natürlich wird jedes generierte Schriftstück von uns gegengelesen und freigegeben.

Eine weitere KI-Applikation unterstützt – mehr oder minder zuverlässig – die Sprechstundendokumentation. Ziel ist, im Patientenkontakt die Aufmerksamkeit bei Ihnen statt beim Computer zu haben. Das klappt natürlich nicht immer. Aber unterm Strich empfinde ich in meinen Abläufen schon eine deutliche Fokusverschiebung: besonders dann, wenn Sie viel zu erzählen haben, aber nur wenige medizinische Maßnahmen oder Recherchen nötig sind. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt.

Im direkten Patientenkontakt werden Sie in naher Zukunft einige Änderungen feststellen – und zwar mit gut getesteten und etablierten Softwaremodulen.


Weg mit Papierformularen

Wir versuchen, jegliche Papierformulare aus unseren Abläufen zu entfernen.

Bisher wurden z.B. Datenschutzerklärungen von uns für Sie aus dem Computer ausgedruckt, dann ausgehändigt, von Ihnen unterschrieben, zehn Minuten später wieder eingescannt und digital archiviert. Das Papieroriginal landete im Datenmüll …

Dieses Vorgehen ist zeitökonomisch und von der Prozesslogik her schlicht sinnfrei. Außerdem ist es – aus Umweltperspektive – wirklich fragwürdig. Und ja: teuer ist es auch noch.

Zum Wochenende habe ich auf digitale Patientenformulare umgestellt. Am Beispiel des Datenschutzformulars sieht der neue Ablauf so aus: Das System schickt jährlich eine E-Mail mit der Bitte, unsere AGBs und die Datenschutzerklärung digital zu aktualisieren. Über den enthaltenen Link unterschreiben Sie elektronisch. Die Formulare werden danach von uns gegengeprüft und korrekt zugeordnet. Fertig. Kein Papier mehr – und der Zeitgewinn ist enorm.

Wenn Sie in die Praxis kommen, erkennt das System, wenn Ihre Datenschutzerklärung veraltet ist. Wir schicken Ihnen dann entweder direkt eine E-Mail mit dem Link auf Ihr Smartphone – oder wir leihen Ihnen unser Praxis-iPad zum Ausfüllen. Die wenigen Patient:innen, die dazu nicht in der Lage sind, dürfen im Ausnahmefall weiterhin auf Papier unterschreiben.


Die elektronische Patientenakte (ePA)

Die ePA funktioniert gut – für diejenigen, die sie haben. Das sind zum Glück die meisten gesetzlich Versicherten. Wir laden bereits jetzt sehr konsequent Laborbefunde, Medikamentenpläne, Arztbriefe und in der Praxis erhobene Befunde hoch, damit Sie und auch unsere Kolleg:innen darauf zugreifen können. Zudem finden Sie dort Ihre digital signierten AUs.

Daraus ergeben sich einige Konsequenzen:

  • Routinemäßig werden wir keine AUs oder Laborbefunde mehr ausdrucken. Es besteht dafür schlicht keine Notwendigkeit mehr. Für die wenigen Patient:innen, die kein Smartphone/Tablet nutzen, machen wir Ausnahmen.

  • Beim Arztwechsel bevorzugen wir den Zugriff auf Daten aus der ePA – einfach, weil es logisch ist. Es wird einmal digitalisiert (nämlich dort, wo die Daten die Praxis verlassen) und danach nie wieder.


Rechnungswesen

Rechnungen versenden wir künftig routinemäßig per E-Mail. Auch hier gilt: Wer Papierrechnungen unbedingt braucht, bekommt sie – nach kurzer Rückmeldung.


Und warum gehen wir all diese Schritte? Weil Personal fehlt. Weil Arbeitszeit (und damit auch Lebenszeit) teuer ist. Und weil man Zeit nicht mit überholten und unnötigen Dingen füllen sollte. Jede Minute, die wir an der Bürokratiefront gewinnen, kommt am Ende wieder der Zwischenmenschlichkeit zugute. Und letztlich kommt es genau darauf in der Hausarztmedizin an.

Mathias Juraschek

Sprechstunden Zeiten

Terminsprechstunde:
Mo.-Fr.: 08:00-11:00 Uhr und
Mo., Di., Do.: 15:00-18:00 Uhr

Infektsprechstunde:
Mo.-Fr.: 11:00-12:00 Uhr

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